Eine meiner Lieblingsecken ist die Plaza del Pi nahe der Boquería und die umliegenden Gassen. Der kleine Platz (es gibt sicherlich spektakulärere Orte in Barcelona, aber nicht viele mit so viel Flair!) liegt zu Füssen der gotischen Kirche Santa Maria del Pí, in der oft Konzerte stattfinden. Die Rosette der Kirche ist angeblich die grösste der Welt. Gegenüber kann man in der Bar del Pi frühstücken oder bei einem Bier oder einem Glas kühlen Rosé vom Stadtbummel ausruhen. Die Bar gibt es schon seit fast einem Jahrhundert; und sie ist auch als Gründungslokal der Sozialistischen Einheitspartei Kataloniens im Jahr 1936 eine historische Stätte J.

An der Plaza Sant Josep Oriol gleich nebenan gibt es einen altehrwürdigen Messerladen, der offensichtlich gut im Geschäft ist und einen Laden des legendärden barcelonseser Designers Custo, dessen bunte T-Shirts inzwischen als Kultobjekt gelten, nachdem Julia Roberts und andere Hollywoodstars sie gerne tragen.

Läuft man die C. Petritxol Richtun Portaferrisa herauf, kommt man an der Hausnummer 5 an einer der wichtigsten und ältesten Galerien der Stadt, der Sala Pares, vorbei. Sie präsentiert sich eher unspektakulär, hat aber regelmässig interessante Ausstellungen katalanischer Künstler im Programm. Die Läden sind hier eher klein, individuell und liebevoll gestaltet: Pralinen und Puppenhäuser (in der C. Roca, wenn ich mich nicht irre), Briefpapier und Modemacher: genau das richtige für einen Einkaufsbummel abseits der grossen Ketten. 

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