Auch wenn der große Busparkplatz am Ufer des Flusses Fluvia zunächst einmal erschreckt, ist das mittelalterliche Besalu HotelsStädtchen Besalu unbedingt einen Besuch wert. Die ehemalige Hauptstadt der Grafschaft Garrotxa Hat einen der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne der Gegend, und ist einer der wenigen Orte, an denen sich Spuren christlichen und jüdischen Zusammenlebens im Mittelalter finden lassen.

Zudem beeindruckend den Baudenkmälern von Besalu gehört die romanische Brücke über den Fluss Fluvia, an der im Mittelalter ein “Eintrittsgeld” für die Stadt erhoben wurde. Die 105 m lange Brücke wird von sieben Bögen gebildet, und ist nur für Fußgänger begehbar – ein ständiger Einstieg für Besalu. Der Bau aus dem 12. Jahrhundert wurde allerdings im Bürgerkrieg gesprengt, die Brücke wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Für Liebhaber der Romanik bietet Besalu noch einige Schmankerl. Dazu gehört die Kirche Sant Pere, die ursprünglich zu einem Benediktiner-Kloster gehörte. Die Kirche war ein wichtiges Ziel für Pilger, die kamen, um die Reliquien von San Primo und San Feliciano zu verehren. Nicht weit vom ehemaligen Kloster entfernt liegt das Pilgerhospital, das extra für die Versorgung der Pilger gebaut worden war. An der Plaça Prat de Sant Pere kann man mit der Casa Cornella eines der schönsten Beispiele für einen profanen romanischen Bau in Katalonien bewundern. Andere Kirchen die einen Besuch lohnen, sind Sant Vicenç, Santa Maria und Sant Martí.

Im Gegensatz zu den christlichen Bauten von Besalu steht die jüdische Miquwe und die Synagoge. Besonders besuchenswert ist das jüdische Badehaus, die Miquwe. In ganz Europa sind nur noch zehn dieser Badehäuser erhalten, das einzige spanische steht in Besalu. Um die unterirdisch gelegenen Bäder zu besichtigen, muss man sich bei der Touristeninformation anmelden, die Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Von der ehemaligen Synagoge des Städtchens sind nur noch ein paar Grundmauern erhalten.

Besalu eignet sich auch als Ausgangsbasis für Ausflüge in den nahe gelegenen Naturpark Garrotxa.

Hotels in Besalu:

Das Hotel Comte de Tallaferro liegt mitten im Stadtzentrum gegenüber der Kirche Sant Pere und ist sicherlich eines der besten (wenn nicht das beste) Häuser am Platz – leider auch eines der teuersten (der Zimmerpreis liegt während der Hochsaison deutlich über 100 Euro). Das Hotel ist in einem historischen Gebäude untergebracht und auch wenn die Innenarchitektur sicher nicht gerade preisverdächtig ist, sind die 16 Zimmer doch modern und ansprechend eingerichtet.

Die Fonda Siques liegt nicht ganz so zentral, zum Stadtzentrum hat man einen etwa fünfminütigen Fußweg zu bewältigen. Das einfache Hotel gehört zu den günstigsten Angeboten in Besalu, aber allzu viel Komfort sollte man nicht erwarten.

Wer mit dem Wohnmobil anreist oder ein Zelt im Kofferraum hat, kann auch den Campingplatz von Besalu nutzen.



Foto: Stock.x.chng: Hawkeye197

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