Über Ferran Adria und sein Restaurant „El Bulli“ ist viel gerschrieben worden. Besonders seit Adria zum besten Koch der Welt gekürt und auf die Dokumenta 2008 eingeladen wurde, überschlägt sich die Presse mit Darstellungen des exzentrischen Kochs von der Costa Brava.
Jetzt meldet er sich selber zu Wort – und das gleich richtig. Auf mehr als 500 Seiten und üppig bebildert präsentiert er sich und seine Art zu kochen: Ein Tag im elBulli: Einblicke in die Ideennwelt, Methoden und Kreativität von Ferran Adrià
Einen Tisch im „El Bulli“ zu bekommen, ist fast unmöglich, das Restaurant ist immer sofort für die ganze Saison ausverkauft, so auch dieses Jahr. Und nicht alle, die sich für die Küche Adrias interessieren, wollen oder können 200 Euro pro Person für ein Essen zu zahlen. Da schliesst das Buch eine Lücke: es vollzieht einen Tag im „El Bulli“ nach, zeigt die Küche und die Köche bei der Arbeit, man kann einen Blick in den Speisesaal und natürlich auf die Teller werfen.
Ferran Adria selber vergleicht seine Art zu kochen und Speisen zu präsentieren mit einer Opern-Inszenierung: hinter den Kulissen arbeiten eine grosse Anzahl von Mitarbeitern daran, dem Gast ein vielschichtiges Erlebnis zu schaffen, das weit darüber hinausgeht, nur den Hunger zu stillen und den Magen zu füllen. So muss das Lese-Erlebnis des Buch Adrias natürlich hinter einem Besuch im „El Bulli“ zurückbleiben – einen Eindruck mag es immerhin gewähren!
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