admin on April 14th, 2010

Einer der berühmtesten Katalanen (man kann wohl ohne Übertreibung sagen einer der berühmtesten Katalanen aller Zeiten) hat Zeit seines Lebens seinen Lebensmittelpunkt an der Costa Brava gehabt. Das Dali-Museum in Figueres, sein Sommerhaus in Port Lligat und das Schloß Pubol, das er seiner Ehefrau Gala gegen Ende ihres Lebens kaufte bilden das Dalianische Dreieck, das jedes Jahr Tausende von Besuchern an die Costa Brava lockt.

Hier eine Auswahl von Büchern zu Dali  – zur Reisevorbereitung, zum Staunen und zum Schmökern!

Das geheime Leben des Salvador Dali: Vielleicht das beste Buch, um Dali wirklich zu verstehen, immerhin hat er es selber geschrieben. Ich fand es streckenweise etwas anstrengend zu lesen, aber ich bin auch kein wirklicher Dali-Fan. Es ist wie seine Bilder: verrückt, skurril, manchal sehr komisch, manchmal bitter – eben surrealistisch!

Gala: Mein Leben mit Eluard und Dali: eigentlich eine Biographie Galas, Dalis schwierige Ehefrau, aber man erfährt auch viel über den Künster und seine Lebensumstände. Wenn man gerne Biographien liest, wird man an diesem Buch seine Freude haben – mir hat es gut gefallen!

Dalí von Robert Descharnes (einem Freund Dalis) und Gilles Néret ist ein Must have für jeden richtigen Dali-Fan. Fast sechs Kilo Dali, da bleiben kaum Wünsche offen, (fast) das komplette malerische Werk Dalis findet man in diesem zweibändigen werk wieder.

Natürlich gibt es Hunderte von Büchern über Dali, dies sind die drei, die mir persönlich (von denen, die ich gelesen habe) am besten gefallen haben. Viel Spass damit und vielleicht gibts ja noch mehr Empfehlungen!

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Der international vor allem durch die Verhaftung des chilenischen Diktator Augusto Pinochets in London im Jahr 1998 und eine Anzeige gegen Osama Bin Laden bekannt gewordene Richter Baltasar Garzón hat sich im eigenen Land in die Nesseln gesetzt. Er hat Verfahren wegen des Verschwindens von Menschen während der Franco-Dikatur eingeleitet – unzulässigerweise, wie der Oberste Gerichtshof Spaniens findet. Der zuständige Richter beruft sich dabei auf ein Amnestie-Gesetzt aus dem Jahr 1977. Es waren drei rechtsgerichtete Gruppen, die gegen die Untersuchungen Garzons Beschwerde eingelegt hatten; formal gesehen war das Einleiten der Verfahren wohl tatsächlich nicht zulässig.

Aus anderen Ländern schaut man fassungslos nach Spanien, wo ein Richter, der nach Gerechtigkeit für die Opfer einer Diktatur sucht, seines Amtes enthoben werden soll. Aber auch in Spanien selber ist der Unmut darüber, dass der Einfluss der Ultra-Rechten
und Falangisten immer noch so stark ist, groß.

Wie das Amtsenthebungsverfahren gegen Garzón ausgeht, bleibt abzuwarten.

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Zum ersten Mal in den zwölf Jahren die ich hier an der Costa Brava lebe, hat es richtig geschneit. In Cadaques, direkt an der Küstesummercat waren es immerhin 15-20 cm Schnee, nass und pappig, aber schön anzusehen. Die Kinder fanden es toll, aber es wurde schnell deutlich, dass Schnee hier zu den absoluten Ausnahmeerscheinungen gehört: Der gesamte Küstenstreifen (und ein großer Teil des Hinterlandes) versanken im Chaos. 90 % der Schulen mussten schließen, Dutzende von Strommasten knickten um, so dass und 220.000 Menschen 2-3 Tage ohne Strom und ohne Heizung verbringen mussten. Das Telefonnetz brach in weiten Teilen der Costa Brava zusammen, und auch die Handys funktionierten nicht mehr.

Wir hatten Glück im Unglück: Wir kochen mit Gas und haben ein Kamin, und etwas Feuerholz konnten wir zum Glück noch auftreiben. So war das ganze mit die Kinder ein willkommenes Abenteuer und für uns Erwachsene wenig mehr als ein paar Unannehmlichkeiten.

Auch wenn es längst nicht mehr schneit und fast aller Orte wieder Strom haben, ist es trotzdem immer noch ungemütlich kalt und der Schnee will nicht schmelzen. Die Kinder spielen immer noch begeistert mit den letzten nassen Resten, aber ich habe genug von Kälte und und feuchten Handschuhen und Socken die über alle über die Heizung drapiert sind. Ich vermisse den deutschen Winter nicht!

Da kommt ein bisschen Sommermusik gut! Der Hit des Sommers 2009 war hier in Spanien „Summercat“ von Billie the Vision & the Dancers. Der Song untermalte den Sommerspot von Estrella Damm, einer der großen spanischen Biermarken und der Film sprach einfach jeden an: Männer und Frauen, Alte und Junge – jeder konnte sich in diesen Sommertraum hineinträumen… Hier kann man sich den Film anschauen:

Und auch, wenn es eigentlich viel zu kalt ist, mache ich mir jetzt keinen heißen Tee, sondern ein Bier auf – der nächste Sommer kommt bestimmt und sooo lange dauert es auch gar nicht mehr!

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admin on March 10th, 2010

essen costa bravaAnders als in Deutschland ist nicht der Frühsommer, sondern die ersten Frühlingstage Spargelzeit in Katalonien. Dann treiben die stacheligen Spargelpflanzen, die auf jeder Brachfläche wie Unkraut wuchern, ihre ersten zarten Triebe – und die sind eine wahre Delikatesse. Man pflückt sich beim Sonntagsnachmittagsspaziergang eine Hand voll und kann daraus köstliche Gerichte zubereiten.

Das gebräuchlichste wohl Gericht ist die Truita de Esparrecs: Man wäscht den Spargel, entfernt die holzigen Enden und schneidet ihm in ungefähr 2 cm lange Stücke. Man lässt etwas Olivenöl in der (antihaft-beschichteten) Pfanne warm werden ( wenn es raucht, ist es verbrannt) und brät den Spargel darin ein paar Minuten an. Dann gießt man 3-4 verquirlte und gesalzen Eier über den Spargel und lässt sie stocken. Dazu muss die Hitze möglichst gering sein, sonst verbrennt sie die Unterseite des Fladens, ehe die Eier komplett gestockt sind. Wenn die Masse einigermaßen fest geworden ist, stülpt man einen großen Teller über die Pfanne und dreht sie um, so dass die Eier-Spargel-Masse auf dem Teller zu liegen kommt; jetzt kann man sie mit der nicht gekochten Seite vorsichtig in die Pfanne gleiten lassen und sie zu Ende garen; das dauert kaum mehr als 2 Minuten. Dazu passt gut ein kräftiges Landbrot und ein Rotwein.

Mein persönliches Lieblingsrezept: warmer Spargelsalat. Den Spargel wie oben beschrieben säubern und vorbereiten und dann mit ordentlich fein gehacktem Knoblauch in der Pfanne anbraten. Währenddessen eine Salattomate in Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten. Wenn der Spargel durch ist (gebräunt aber noch knackig) Auf den Tomaten anrichten und mit einer Vinaigrette aus Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer beträufeln.

Diese Rezepte kann man ohne weiteres auch mit frischem grünen Zuchtspargel zubereiten, mit weißem Spargel funktionieren sie nicht, er ist nicht intensiv genug im Geschmack.

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admin on March 8th, 2010

Figueres hat ohne Zweifel seinen festen Platz auf der touristischen Karte der Costa Brava, und das, obwohl es kaum Sehenswürdigkeiten gibt und das beschauliche Landstädtchen auch sonst nicht viel zu bieten hat. Der Grund dafür, das jedes Jahr Tausende Touristen nach Figueres kommen, steht am Rand der kleinen Fußgängerzone, ist Ochsenblutrot angemalt und trägt den Namen des berühmtesten Sohnes der Stadt, Salvador Dali. Das Museo de Dali, vom Künstler selber konzipiert, ist nach dem Prado in Madrid das meistbesuchte Museum Spaniens. Mehr Informationen zum Dali-Museum Figueres hier!

Im Vergleich zu diesem intenationalen Anziehungspunkt für Dali-Jünger sind die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt nachrangig.

Das Museo dels Joguets (direkt am Platanen-bestandenen Hauptplatz Ramblas) ist nicht nur für Kinder interessant. Fast 4000 Exponate stellt das Museum aus, kann man erfahren, mit was Salvador Dali und seine Schwester Anna und andere katalanische Persönlichkeiten gespielt haben.

Im Nordwesten von Figueres liegt das Castillo de San Fernando. Das Schloss ist eigentlich eine riesige Militäranlage, Die im 18. Jahrhundert gebaut wurde, um die Franzosen daran zu hindern, immer wieder nach Katalonien einzufallen. San Fernando ist vor allem seiner Ausmaße wegen interessant: Der Schlossgraben ist 5 km lang, die Zisterne der Anlage faßt 9.000.000 l Wasser, man kann sie per Schlauchboot erkunden – Die Anlage ist einer der größten militärischen Bauten Europas.Wegen der enormen Ausmaße kann das Castillo zur Zeit nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden.

Hotels in Figueres:

Hotel Pirineus: solides Mittelklassehotel, aber nichts Besonderes. Saubere Zimmer, gutes und nicht zu teures Restaurant, nicht weit von der Innenstadt und dem Dali-Museum, auch zum Busbahnhof kann man (mit etwas Kondition) laufen.

Hotel Duran: nach einer grundlegenden Renovierung bietet das Traditionshotel miten im Stadtzentrum helle und moderne Zimmer zu Preisen um die 100 € (Hochsaison) an. Zum Hotel gehört ein gutes Restaurant

Hotel Sidorme: wenn man mit dem Auto unterwegs ist und nur eine Nacht in Figueres verbringen will, ist das ganz neue Hotel Sidorme eine gute Wahl. Das Hotel bietet moderne Zimmer am Stadtrand zu einem kompetitiven Preis, Ambiente oder Flair sollte man allerdings nicht erwarten!



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Auch wenn der große Busparkplatz am Ufer des Flusses Fluvia zunächst einmal erschreckt, ist das mittelalterliche Besalu HotelsStädtchen Besalu unbedingt einen Besuch wert. Die ehemalige Hauptstadt der Grafschaft Garrotxa Hat einen der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne der Gegend, und ist einer der wenigen Orte, an denen sich Spuren christlichen und jüdischen Zusammenlebens im Mittelalter finden lassen.

Zudem beeindruckend den Baudenkmälern von Besalu gehört die romanische Brücke über den Fluss Fluvia, an der im Mittelalter ein “Eintrittsgeld” für die Stadt erhoben wurde. Die 105 m lange Brücke wird von sieben Bögen gebildet, und ist nur für Fußgänger begehbar – ein ständiger Einstieg für Besalu. Der Bau aus dem 12. Jahrhundert wurde allerdings im Bürgerkrieg gesprengt, die Brücke wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Für Liebhaber der Romanik bietet Besalu noch einige Schmankerl. Dazu gehört die Kirche Sant Pere, die ursprünglich zu einem Benediktiner-Kloster gehörte. Die Kirche war ein wichtiges Ziel für Pilger, die kamen, um die Reliquien von San Primo und San Feliciano zu verehren. Nicht weit vom ehemaligen Kloster entfernt liegt das Pilgerhospital, das extra für die Versorgung der Pilger gebaut worden war. An der Plaça Prat de Sant Pere kann man mit der Casa Cornella eines der schönsten Beispiele für einen profanen romanischen Bau in Katalonien bewundern. Andere Kirchen die einen Besuch lohnen, sind Sant Vicenç, Santa Maria und Sant Martí.

Im Gegensatz zu den christlichen Bauten von Besalu steht die jüdische Miquwe und die Synagoge. Besonders besuchenswert ist das jüdische Badehaus, die Miquwe. In ganz Europa sind nur noch zehn dieser Badehäuser erhalten, das einzige spanische steht in Besalu. Um die unterirdisch gelegenen Bäder zu besichtigen, muss man sich bei der Touristeninformation anmelden, die Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Von der ehemaligen Synagoge des Städtchens sind nur noch ein paar Grundmauern erhalten.

Besalu eignet sich auch als Ausgangsbasis für Ausflüge in den nahe gelegenen Naturpark Garrotxa.

Hotels in Besalu:

Das Hotel Comte de Tallaferro liegt mitten im Stadtzentrum gegenüber der Kirche Sant Pere und ist sicherlich eines der besten (wenn nicht das beste) Häuser am Platz – leider auch eines der teuersten (der Zimmerpreis liegt während der Hochsaison deutlich über 100 Euro). Das Hotel ist in einem historischen Gebäude untergebracht und auch wenn die Innenarchitektur sicher nicht gerade preisverdächtig ist, sind die 16 Zimmer doch modern und ansprechend eingerichtet.

Die Fonda Siques liegt nicht ganz so zentral, zum Stadtzentrum hat man einen etwa fünfminütigen Fußweg zu bewältigen. Das einfache Hotel gehört zu den günstigsten Angeboten in Besalu, aber allzu viel Komfort sollte man nicht erwarten.

Wer mit dem Wohnmobil anreist oder ein Zelt im Kofferraum hat, kann auch den Campingplatz von Besalu nutzen.



Foto: Stock.x.chng: Hawkeye197

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admin on February 23rd, 2010

In ganz Spanien, und da ist Katalonien keine Ausnahmen, ist Essen sehr wichtig. Da gibt es viele Gepflogenheiten die fast schon denseeigel costa brava Status von Ritualen haben. Man isst, was die Jahreszeit bietet und im Januar und Februar sind zumindest an der Küste die Seeigel an der Reihe. Früher bevölkerten sie millionenfach die felsigen Küstenabschnitte der Costa Brava. Eine starke Überfischung hat dazu geführt, dass sie heute unter Schutz stehen und nur noch mit einer besonderen Lizenz gefischt werden dürfen. Sie sind teuer, und das hat seinen Grund. Da man sie hauptsächlich an felsigen Uferabschnitten fängt, an die man mit dem Boot schlecht heranfahren kann, müssen sich die Fischer notgedrungen in ihren Wetsuit werfen und nach den Tieren tauchen – kein rechtes Vergnügen, denn im Januar und Februar ist das Wasser an der Costa Brava am kältesten.

Wie isst man Seeigel? In manchen Restaurants stehen sie auf der Speisekarte, pur oder verarbeitet, und so wird man sie als Tourist am ehesten kennen lernen. Sie schmecken salzig und nach Meer und sind nicht jedermanns Sache. Die Einheimischen essen sie lieber am Strand: Man bestellt die Seeigel beim Fischer (oder man fängt sie selber, mit einer Art überdimensionaler Gabel deren Zinken vorne umgebogen sind und die an einer langen Stange befestigt ist – das ist natürlich illegal aber die Küstenbewohner verstehen den fang von Seeigeln als eine Art Urrecht). Dann braucht man nur noch eine Schere, Brot und Wein. Mit der Schere sticht man in die Mundöffnung des Tieres und schneidet es rundherum auf. Wenn man Glück hat ( denn nicht alle Seeigel sind wirklich gut) leuchtet einem jetzt der orangene Rogen des Seeigels entgegen. Man säubert ihn mit der scheren Spitze von Schlamm und Seewasser und kann ihn dann mit einem Stück Brot auswischen und Essen. Puristen haben einen Teelöffel dabei, mit dem sie das Innere auskratzen können, so brauchen sie kein Brot. Das Ganze wird mit reichlich Wein heruntergespült.

Seeigelessen am Strand ist natürlich viel mehr als einfach nur eine Mahlzeit: Es ist Lebensqualität pur. Man trifft sich mit Freunden, isst und trinkt ( zum Nachtisch darf natürlich der Cava nicht fehlen), lässt sich die noch schwächliche Wintersonne auf die Nase scheinen, und ist einmal mehr aus tiefster Seele davon überzeugt, an einem der schönsten Flecken der Erde zu leben.

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admin on February 21st, 2010

Hier eine Auswahl von Hotels in Girona – wir versuchen, etwas für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack vorzustellen (Empfehlungen sind willkommen!)

- Das Hotel Llegendes de Girona Catedral ist ein feines kleines Hotel in einem alten Stadtpalast. Die ultramodern eingerichteten Zimmer, die allen Komfort aufweisen, den man von einem Vier-Sterne-Stadthotel erwarten kann, stehen in einem interessanten Kontrast zur alten Bausubstanz. Zentral gelegen, ideal als Ausgangspunkt für die Erkundung des alten Stadtkerns. Zimmer um die 130 €

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admin on February 10th, 2010

In dieser Liste stellen wir Hotels vor, die uns gefallen haben und preislich über der Schallschwelle von 100 Euro liegen. Über Ergänzungsvorschläge  und Erfahrungsberichte freuen wir uns!

Das Hotel MurMuri: Design vom Feinsten. Nicht gerade günstig aber dafür absolut zentral mitten im wichtigsten Einkaufsviertel Barcelona an den Ramblas de Catalunya gelegen, bietet das Hotel komplett durchdesignte Zimmer in verschiedenen Preisklassen. Abgerundet wird das Angebot durch das Restaurant MurMuri, das Gerichte asiatischer Ausrichtung auf der Karte stehen hat. Das Motto des Hotel Murmuri? Der neue Treffpunkt für coole Leute in Barcelona. Na denn…

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admin on February 8th, 2010

Der katalanische Arroz ist das Gegenstück zur spanischen Paella. Er kommt weniger farbenfroh daher als die südliche Variante,weil er nicht mit Safran gekocht wird. Dafür ist er saftiger. Jede Hausfrau hat ihr eigenes Rezept und auch im Restaurant kann ein Arroz durchaus unterschiedlich ausfallen. Hier das Rezept meiner Schwiegermutter:

Für vier Personen braucht man:

  • einen mittleren Sepia, gesäubert

  • 8 – 12 Miesmuscheln

  • 8-12 Garnelen oder Kaisergranat

  • 1 Zwiebel

  • 1 große Tomate

  • Olivenöl

  • 5 handvoll Reis

  • Salz

Der Sepia wird in ca. 2×2 cm große Stücke geschnitten (am einfachsten geht das mit einer Schere) und in Olivenöl bei mittlerer Hitze angebraten. Achtung: wenn das Öl zu heiß ist, „springt“ der Sepia aus der Pfanne und man kann sich verbrennen. Wenn er leicht gebräunt ist, gibt man die fein geriebene Zwiebel dazu und lässt sie unter ständigem Rühren zusammen mit dem Sepia weiter bräunen. Als nächstes gibt man die fein pürierte (oder ebenfalls geriebene) Tomate dazu und lässt sie leicht einköcheln. Damit ist der Grundstock (das Sofrito) auch schon fertig, er muss nur noch mit Salz abgeschmeckt werden.

Die Miesmuscheln werden unter fließendem Wasser abgeschrubbt und in kochendes Wasser geworfen. Lebende Muscheln reagieren auf diese Behandlung, indem sie ihre Schale öffnen. Muscheln, die sich in kochendem Wasser nicht öffnen, sind tot und müssen weggeworfen werden. Die geöffneten Muscheln werden zum Sofrito gegeben. Die Garnelen kann man in der Pfanne ein paar Minuten anbraten (und damit vorgaren) Wer sie lieber weniger durch hat, kann sie auch in einem Sieb mit kaltem Wasser überspülen und direkt zum Sofrito geben. Sie werden dann mit dem Reis zusammen gar gekocht.

Das  (ohne Garnelen und Muscheln) kann man ohne weiteres schon am Vortag vorbereiten. Zum Schluss gibt man den Reis dazu. Geeignet sind rundkörnige Reissorten, die den Geschmack des Sofrito gut aufnehmen. Wie viel Reis braucht man? Laut meiner Schwiegermutter die Menge, die in eine hohle Hand passt für jeden Esser, dazu eine Handvoll „für den Topf“. Man lässt den Reis ca. 3 Minuten „trocken“ mit kochen, bevor man ihn mit heißem Wasser angießt. Ich nehme Fischfond (entweder aus dem Glas, selbst gekocht aus Fischabfällen oder einen Maggi-Würfel) um dem Reis mehr Geschmack zu geben. Jetzt muss man immer wieder umrühren und bei Bedarf Wasser nachgießen, sonst setzt der Reis an. Wenn er al dente ist, stellt man den Herd ab und lässt ihn fünf Minuten ruhen, dann ist er fertig zum servieren. Der katalanische Reis sollte nicht trocken und körnig, wie die Paella sein, sondern eher saftig bis cremig.

Foto: Stock.xchng: L Avi

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admin on February 6th, 2010

hotels barcelona

Hier eine Liste von Hotels in Barcelona, die uns gefallen haben uns im Preis während der Vorsaison (Herbst und Frühling) noch unter 100 € liegen – was leider für Barcelona schon als günstig klassifiziert werden muss. Wir freuen uns über Hinweise, um die Liste im Lauf der Zeit erweitern zu können. Und los geht’s:

Das Hotel Curious im Carrer Carme wirbt erst seit 2008 um die Gunst der Barcelona-Reisenden. Trotzdem oder gerade deswegen wird es von vielen Touristen über den grünen Klee gelobt: Die Zimmer sind zwar klein, dafür aber tadellos sauber, der Service gut und das Frühstück lässt auch nichts zu wünschen übrig. Der Clou aber ist die absolut zentrale Lage des Hotels, die Taxi- und Metrofahrten praktisch überflüssig machen.

Das Garden House im Norden der Stadt ist zwar vom Stadtzentrum aus zu Fuß nicht zu erreichen, über die Metro (grüne Linie, L 3, Station Valldaura) ist es aber gut angebunden. Es liegt in einem sicheren ruhigen Viertel und hat einen schönen Garten, den die Gäste nutzen dürfen. Die günstigste Variante sind die Schlafsäle, die es entweder nur für Frauen oder aber für beide Geschlechter gemischt gibt und in denen man schon für unter 20 Euro ein Bett bekommt. Wer es lieber etwas privater hat, kann sich auch für ein Ein- oder Zweibettzimmer mit privatem Bad entscheiden. Wer sein Budget schonen will, kann in der komplett ausgestatteten Küche des Garden House selber kochen und eine Bibliothek mit Büchertausch gibt es auch.

Das Hostel One Sants liegt (der Name ist Pogramm) in der Nähe der Station Sants und ist ebenfalls per Metro gut ans Stadtzentrum angebunden. Besonders gut geeignet ist es für Barca-Fans, zum Camp Nou sind es nur fünf Minuten. Die Preise für die Betten in den Dorms (zwei bis sechs Betten) beginnen bei unter 20 Euro.

Relativ zentral gelegen ist das Sant Jordi eines der beliebtesten Hostels für junge Leute in Barcelona. Saubere Zimmer und Duschen und die Angestellten wissen alles über die besten Party-Locations!

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admin on February 2nd, 2010

Etwas abseits der (ganz) ausgetretenen Touristenpfade liegt eines meiner Lieblingsviertel in Barcelona: El Born. Fast schon am Hafen hat es sich einiges von seinem ursprünglichen Charme bewahrt, auch wenn immer mehr Designer-Shops und kleine Restaurants ins Viertel drängen und die Mieten kontinuierlich steigen, ist da immer noch viel Raum für Unfertiges und und Unperfektes. Mitten im Viertel liegt die Kirche Santa María del Mar, nicht nur berühmt als Schauplatz des Romans die Kathedrale des Meeres von Ildefonso Falcones, sondern auch eine der schönsten hochgotischen Kathedralen Spaniens und Europas.

Wenn man Hunger (oder Durst) Art, kann man sich an der Plaça de Santa María in ein kleines Restaurant mit dem schönen Namen “La Vinya del Senyor” (Der Weingarten des Herrn, Plaça Santa Maria 5, Tel.: 93 – 3103379‎) setzen. Auf der Karte stehen (der Name ist Programm) eine umfangreiche Auswahl an Weinen und die dazu passenden Speisen.

Andere interessante Adressen im Born:

  • der Desiger-Shop Recdi8 im Carrer de L´espaseria 20: allerhand Nützliches und Kurioses für den Haushalt

  • im Taller de Tapas, Carrer L´Argenteria 51 gibt’s leckere Kleinigkeiten

  • das Hotel Banys Orientals bietet preisgekrönte Zimmer in schön-schlichtem Design zu (gerade noch) erträglichen Preisen

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admin on January 19th, 2010

… kommt darin um – oder er zahlt. Nachdem sich die Anzahl der Freizeitsportler in Katalonischen Teil der Pyrenäen in den letzten Jahren stark angestiegen ist, und damit auch die Unfallzahlen ein nie gekanntes Hoch erreicht haben, hat die katalanische Regionalregierung beschlossen, Urlauber die sich leichtsinnig verhalten und infolgedessen verunglücken, an den Kosten der Rettung zu beteiligen.

Natürlich wird niemand nach seiner Kreditkartennummer gefragt, bevor der Hubschrauber startet. Nachdem aber die Rettungskräfte in den letzten Jahren immer mehr auf sorglose Freizeitsportler treffen, die sich in Sandalen und T-Shirt ins Gelände wagen, und dann dort von einem Wetterumschwung überrascht werden, hat man beschlossen, diese Urlauber verstärkt zur Verantwortung zu ziehen.Es geht dabei nicht nur um die erheblichen Kosten die einen Rettungsaktion verursacht, sondern viel mehr um die Retter selber, die oft Kopf und Kragen riskieren, um anderen aus der Patsche zu helfen.

Jeder der in Katalonien trekken, bergsteigen oder klettern will, ist dafür verantwortlich, sich zum einen vor Beginn der Tour ausreichend über Gelände und Wetterverhältnisse zu informieren, und sich zum andern nicht zu viel zuzumuten. Viele Touristen meinen, dass sie, nachdem sie einmal an einer geführten Wanderung oder einer Klettertour teilgenommen haben, in der Lage sind, solche Touren auch selbstständig zu unternehmen.Und das stellt sich oft als böser Trugschluss heraus.

Die Regeln lauten folgendermaßen:

  • Wer Touren in Gegenden unternimmt, die als gefährlich gekennzeichnet sind,

  • Wer wer einen ungenügende Ausrüstung mit sich führt

  • und wer die Rettungskräfte ohne triftigen Anlass ruft

wird zur Kasse gebeten.

Bevor man sich also zu einer Trekking – Tour in Katalonien aufmacht, sollte man sich ausführlich über das Gelände informieren, den Wetterbericht einholen, und sich vor allem nicht überschätzen. Sonst kann es teuer werden!

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Das sollten Sie sich anschauen, wenn Sie nur zwei Tage für die Costa Brava Zeit haben? An welchen Orten lässt sich die Essenz der Costa Brava erleben? Meine ganz persönliche Empfehlung: Da bringen Sie einen Tag in Girona, Am zweiten Tag machen Sie einen Ausflug nach Cadadques un ans Cap de Creus.

Girona mit seinem alten Stadtkern, den bunten Häusern am Ufer des Rio Onyar  und seiner schönen Kathedrale ist zwar seit langem auf der touristischen Landkarte gut vertreten, hat sich aber nie zu einem wirklichen Hot Spot entwickelt. Dabei dabei zeigt die Stadt zeigt die Stadt katalanisches Alltagsleben in unterhaltsamer Form. Politisch eher links ausgerichtet, wird Girona von der großen Universität und dem bunten Studentenleben geprägt. Überall gibt es interessante Buchhandlungen, alternative Cafés, und hübsche kleine Läden, die den Bummel durch die Altstadt Zu einem lebendigen Erlebnis werden lassen. Sehenswert sind die Gassen im ehemaligen jüdischen Viertel, dem Call, das auch heute noch von einem Hauch von Mittelalter durchweht wird. Das Auto kann man gut am Eingang der Altstadt zu Füßen der gotischen Kathedrale stehen lassen, deren Besuch sich unbedingt lohnt.

Falls man nach dem Bummel durch die Altstadt von Girona noch Zeit hat, kann man entweder einen ausgedehnten Einkaufsbummel anschließen, oder sich ins Auto setzen, und dass etwa eine dreiviertel Stunde entfernte Empuries besuchen. Diese Siedlung aus der Zeit der Griechen und Römer liegt wunderschön am Mittelmeer und ist sicherlich einer der Höhepunkte der Region.

Am zweiten Tag setzt man sich ins Auto ( oder nimmt den Bus) und fährt nach Cadaques, dem kleinen weißen Fischerdorf, das am östlichsten Zipfel Spaniens liegt. Es ist seit 100 Jahren der Ferienort der Reichen und Schönen aus Barcelona und Frankreich, sein berühmtester Einwohner Salvador Dali hat die wilde Felsenküste rund um das Dorf in aller Welt berühmt gemacht. Nach einem Bummel durch den alten Stadtkern mit seinen weißen Fischerhäusern und einem Kaffee am Strand kann man mit dem Auto ans Cap de Creus fahren. Der Naturpark rund um das Kap schützt einen der schönsten Abschnitte der Katalonien Küste. Wer gut zu Fuß ist, kann den Weg zum Kap auch im Rahmen einer kleinen Wanderung erleben, vom Dorf bis zur östlichsten Spitze Kataloniens sind es etwa 8 km.

Wenn man nur wenig Zeit hat, um die Costa Brava zu erleben, kann man mit Girona und Cadaques bei ihrer schönsten und repräsentatives Orte kennenlernen. Natürlich ist die Auswahl, die ihnen hier präsentiere, subjektiv, und es gibt noch so viel mehr zu entdecken an der Costa Brava. Aber ich denke schon, dass man in Girona und Cadaques etwas von der Essenz der wilden Küste Spaniens erleben kann!

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Heute Nacht kommen die Heiligen Drei Könige und bringen den Kindern ihre Geschenke. Am 5. Januar nachmittags oder abends, wenn es langsam dunkel wird, ziehen die drei Könige in die Stadt ein. In Barcelona ist das Ganze ein riesiger Spektakel mit einer kilometerlangen Parade, bei uns auf dem Dorf müssen sich die drei Heiligen mit einem bescheideneren Rahmen zufrieden geben. Aber weniger aufregend für die Kinder ist es deswegen auf keinen Fall! Mit selbst gebastelten Laternen stehen sie an der Straße und erwarten die Könige mit ihren Geschenken.

In Cadaques kommen sie normalerweise übers Meer, zumindest wenn das Wetter gut genug ist. Dieses Jahr allerdings ist die Uferstraße aufgerissen, weil sie neu geteert werden muss, deswegen sind Kaspar, Melchior und Balthasar in mit Korallen und Muscheln geschmückten Karossen „Über die Berge“ ins Dorf gekommen. Es war eine tolle Prozession, komplett mit vielen Pagen, Wagen mit Geschenken und vorneweg der Polizei mit Blaulicht.

Am 24. Dezember gibt es in Spanien keine Geschenke – anders als in Deutschland. Umso wichtiger ist der 6. Januar für die Kinder. Am Abend des fünften stellen sie Wein, Kekse und Heu für die Kamele vor die Tür und sind normalerweise am sechsten Jahr der Januar morgens In aller Herrgottsfrühe auf den Beinen um zu sehen, was ihnen die Heiligen Drei Könige mitgebracht haben. Und wenn zuhause die Geschenke ausgepackt sind, geht es zur zu den Großeltern, zu Tanten und Onkel, um um dort ebenfalls Geschenke abzuholen. Spanier ( und das ist hier in Katalonien kein bisschen anders) lieben es üppig. Die Verpackungen sind grundsätzlich ein wenig größer als im übrigen Europa, und alle Geschenke sind aufwändig verpackt. Mittags quellen über all die Container über von Kartons, Geschenkbändern und Geschenkpapier. während wir es in Deutschland zu Weihnachten doch eher besinnlich mögen, ist der Tag der Heiligen Drei Könige in Spanien eine wahre Geschenkorgie- und die reine Kinderseligkeit!

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